Tipps zur Vergesellschaftung

Die Vergesellschaftung ist mit Sicherheit ein schwieriges Thema in der Kaninchenhaltung.

 

Nicht nicht Wenige haben grossen Respekt oder sogar Angst vor der Vergesellschaftung von zwei oder mehreren Kaninchen.


Beachtet man jedoch einige Regeln bei der Vergesellschaftung, so ist auch diese Aufgabe für jeden lösbar.


Am besten verstehen sich wie bereits hier beschrieben eine Kaninchendame und ein kastrierter Kaninchenmann. Bitte beachten Sie, dass der Rammler bis zu 6 Wochen nach der Kastration noch zeugungsfähig ist und solange auf jeden Fall Quarantäne eingehalten werden sollte, damit das Weibchen nicht schwanger werden kann.

Ist das Weibchen kastriert, kann man die Zeit bis zur Vergesellschaftung aber gerne auch verkürzen.

Auf jeden Fall ist zu empfehlen, dass man bei der Auswahl des geeigneten Partners auf den Charakter der Tiere achtet, so dass sie sich möglichst gut ergänzen.

 

Damit die Kaninchen sich gut verstehen, sollte man sie auf einem neutralen Raum vergesellschaften. So stellt keiner der beiden Revieransprüche.

 

Auf keinen Fall sollte man das neue Kaninchen einfach in das Gehege des Alteingesessenen dazusetzen- dies führt in der Regel zu heftigen Kämpfen, da Kaninchen sehr revierbezogen sind und ihr Revier verteidigen werden.
 
Ausreichend Platz ist bei der Vergesellschaftung ebenso eine wichtige Grundlage wie auch für eine spätere harmonische Partnerschaft. Auch hier gilt- mind. 2qm Platz pro Tier, also mind. 4qm für ein Pärchen. Bei grossen Rassen 3 bzw. 6qm.
 
Vor der Zusammenführung sollten die Kaninchen weder Riech- noch Sichtkontakt haben. Von der Käfig an Käfig Methode, bei der sie sich erst noch beschnuppern können raten wir ab, da hier die Aggressionen eher noch geschürt werden, da Kaninchen ihre Rangfolge auskämpfen möchten- es so aber nicht können.
 
Vor der Zusammenführung also ein neutrales Gehege einrichten mit ausreichend Platz, dann zwei oder mehr Futterstellen anbieten (so entsteht schonmal kein Gerangel ums Fressen in der ersten Zeit), zwei oder mehr Pappkartons als Häuschen reinstellen (bitte darauf achten, dass sie mindestens 2 Ausgänge haben, damit bei einer Jagerei kein Kaninchen in eine "Sackgasse" geraten kann und Panik bekommt).
 
Dann werden beide Kaninchen gleichzeitig ins Vergesellschaftungsgehege gesetzt.
 
Dass Kaninchen sich jagen, beissen oder dass Fell fliegt ist ganz normal.

 

Für uns Menschen sieht das manchmal sehr erschreckend aus, aber solange keine ernsthaften Verletzungen entstehen raten wir dazu, die Kaninchen das wirklich in Ruhe unter sich aus machen zu lassen!


Kaninchen klären so, wer der Chef im Revier ist und erst wenn das geklärt ist, können sie friedvoll miteinander leben.

 

Manchmal ist das recht schnell nach wenigen Stunden geklärt, manchmal braucht es aber auch mehrere Tage.

Deswegen ist es besser, die Kaninchen lieber ein bisschen länger im Vergesellschaftungsgehege zu belassen bis sie friedlich miteinander fressen und es keine Jagereien mehr gibt.
 
Wenn man sie dann zurück ins "alte" Gehege setzt ist es auch normal, dass sie sich wieder nochmal kurz jagen - in der Regel gibt sich das aber recht schnell wieder.
 
Wichtig ist noch, dass man die Kaninchen nach dem Zusammensetzen auf keinen Fall mehr trennen sollte (nur wenn es wirklich zu ernsthaften Verletzungen kommt und die Vergesellschaftung abgebrochen werden muss).

 

Trennt man die Kaninchen, dann fangen sie beim nächsten Zusammensetzen wieder mit der Rangklärung von vorne an- man hat also nichts gewonnen.

 

Haben Sie keine Angst vor der Vergesellschaftung- je ruhiger Sie sind, umso mehr übertragen Sie diese Ruhe auf Ihre Kaninchen!

Brauchen Sie Hilfe bei der Vergesellschaftung?

 

Dann wenden Sie sich gerne an uns!